Abteilung Laufen / Ski

1. Spartenleiter

Helmut Graf; Riedelhof 33; 92262 Birgland; Telefon 09186/909224

2. Spartenleiter

Jürgen Maderer; Poppberg 17; 92262 Birgland Telefon 09157/927709

 

Mountain-Bike Training:

ab 28.3.2018 immer Mittwoch 18.00

Treffpunkt: Raiffeisenbank Schwend

Trainer/Betreuer:

Helmut Graf; Riedelhof 33; 92262 Birgland; Telefon 09186/909224

 

Nordic Walking:

ab 11. April 2018 immer Mittwochs ab 18:30 Uhr

Trainer/Betreuer:

Renate Koch

 

 

 

"Lächelnd vom Winde verweht, von der Sonne verbrannt"

Die Erfahrungen unserer Challenge-Roth-Teilnehmer 2017 Helmut Graf und Jürgen Maderer

Ob jetzt ein Langdistanz Triathlon Ironman oder Challenge heißt, ist den meisten Sportlern egal. Alle Wettbewerbe mit dem roten M-Dot, profitieren vom Mythos und von der verrückten Idee damals auf Hawaii. Die Distanzen sind aber sowieso immer die gleichen.

3,8 km schwimmen, (wenn du Glück hast, schwimmst du dabei nicht in einer trüben Brühe in einem Kanal). 180 km radeln, (mit mehr oder weniger Höhenmeter bzw. mit einem unglaublichen Motivationsschub an einem Berg, der nur 1 km lang ist aber an dem 30 000 Zuschauer stehen). Dann noch 42,195 km laufen. Das gefällt einem oder eben auch nicht.

Bei der Challenge Roth am Sonntag, 09. Juli waren unser Jacky und Helmut unter den 5700 Einzelstarter und Staffelteams. Mit einem lauten Knall durften die beiden um 06:45 Uhr selbständig mit Schwimmbewegungen beginnen. Jacky wollte in der Kanalmitte mit den schnellen Fischen mittschwimmen. Helmut konnte sich die ganze Zeit nicht entscheiden. Schwimmt er jetzt rechts außen oder kämpft er sich durch das Feld der Schwimmer und kassiert Hiebe. Oder anders ausgedrückt, er hat im Freiwasser einen miserablen Orientierungssinn. Nach 75 Minuten stieg Jacky bereits mit einem Lächeln auf den Lippen aus dem Wasser und es begann sein Radpart. 2 Minuten später kam Helmut auch an Land und mit einem Sch-Wort schwang er sich aufs Rad. Von Beginn an spürten die beiden den aufkommenden Wind. Anfangs wurde er noch nicht als störend empfunden aber nach 50 km wurde es störend und nach über 100 km nur noch nervig.

Der Solarer Berg mit den zig-tausend Zuschauern ist mittlerweile legendär. Da wird jeder unter lautem Jubel den Berg hoch getragen. Für diesen Moment, nimmt man gerne 180 km in Kauf. In der zweiten Runde sind aber schon deutlich weniger Zuschauer vor Ort. Jacky stellte sein Rad nach 5h32 ab und wechselte in die natürlichste Bewegungsart. Helmut rollte 10 Minuten später in die Wechselzone um in seine Laufschuhe zu wechseln.

Die Sonne meinte es nun wirklich gut mit den Zuschauern und den schwitzenden Sportlern. Durch fast keine Wolke konnte man den Sonnenschein genießen. Die Frage ist nur, ob man bei 42 km noch irgendwas genießen kann. Einer der wenigen war unser Jacky. Mit einem Lächeln und fröhlichem Winken, grüßte er alle Fans und Betreuer. Helmut ließ das Lächeln weg und konzentrierte sich eher aufs Laufen. Dadurch kam er schrittweise an Jacky heran und bei km 26 klatschten sie sich kurz ab. Jacky sagte aber zu ihm, er solle weiter laufen. Er müsse mal kurz `ne Laufpause einlegen.  


Die neue Laufstrecke ist zwar für die Zuschauer viel schöner aber für die Triathleten doch sehr anspruchsvoll. Im Anstieg nach Büchenbach musste fast jeder wandern. Diejenigen die sich für das Laufen entschieden hatten, waren aber auch nicht schneller.

Nach 10h51 Minuten lief Helmut mit Luisa an der Hand, die letzten Meter im Triathlon Stadion über die Finishline.

Jacky kam (immer noch lächelnd und winkend) 7 Minuten später ins Stadion. Beide fanden, damit die Stimmung und die Motivation der zahlreichen Freunde auf der Strecke die Belastung des Tages wert war und sie bestimmt noch einmal wieder nach Roth kommen werden… (mit oder ohne Lächeln…)

Sportliche Fahrgemeinschaft aus Schwend

Die meisten Berufspendler bilden aus verschiedenen Gründen ihre Fahrgemeinschaften. Auf einigen Parkplätzen entlang der A 6 Richtung Nürnberg, lassen sie Ihre Autos stehen um die Benzinkosten zu senken oder sie fahren aus ökologischen Gründen miteinander.

Eine der ungewöhnlichsten Fahrgemeinschaften trifft sich in Poppberg im Birgland. Frühmorgens um 04:45 Uhr treten zwei Birgländer 1 – 2 Mal die Woche den Weg nach Lauf bzw. nach Nürnberg an. Das ganze aber mit dem Fahrrad. Jürgen Maderer und Helmut Graf konnten eine der begehrtesten Startplätze im Triathlon für die Challenge Roth erlangen. Da dieser Wettkampf innerhalb von Minuten ausverkauft ist, fiel die Entscheidung bereits im Juli 2016.
Die beiden machen zwar das ganze Jahr über Sport, die spezielle Vorbereitung begann dann aber erst ab März 2017. Bei Temperaturen knapp über Null Grad, hatten die beiden Athleten des ASV Schwend fast alles an, was der Kleiderschrank an Funktionsmaterial zu bieten hatte. Da es um diese Uhrzeit noch ziemlich dunkel ist, erinnerten die zwei eher an eine Weihnachtsbeleuchtung als an Radfahrer. Mit einem gemeinsamen Ziel, wird es zwar nicht wärmer aber es fällt einem leichter.

Für Maderer ist es die erste Langdistanz. Dementsprechend geht er mit seiner jugendlichen Unbekümmertheit an den längsten Tag des Jahres heran. Für Graf lief es beim letzten Mal nicht so reibungslos. Daher hat er mit der Strecke bzw. der erlangten Wettkampfzeit noch eine Rechnung offen.

Die Triathleten des ASV Schwend haben aber ein gutes Gefühl, wenn für sie am 09. Juli 2017 um 06:45 Uhr der Startschuss fällt. Verglichen mit einem Arbeitstag, machen sie aber Überstunden, wenn die beiden spätnachmittags die berühmteste Finishline in Roth überqueren.